Vielleicht würde ich gerne beim Vorstellungstermin doch mal meinen Namen tanzen.

Voilà. Habe ich gestern gefunden. Einen Artikel, wie jemand tanzen soll. Im Vorstellungsgespräch. Ich fand die Sache mit dem Tanzen gar nicht wirklich sooo schlimm. Sondern dass sich der studierte Herr in einem Elektronikmarkt bewirbt und seine Astronomiesachen mitbringt, um sein Hobby vorzustellen. Viel schlimmer!

Habe ich sehr, sehr, sehr lange drüber nachgedacht. Also, das geht mir dann doch etwas zu weit. Und eine Woche Vorbereitung. Das macht mir wirklich, wirklich Angst. Klar ich investiere auch Zeit in die Jobsuche, informiere mich über den Arbeitgeber, aber irgendwie nicht mit dem Ziel der Selbstaufgabe. Höchstwahrscheinlich ist das mein Problem, ich mach zwar manche Sachen für mein Leben gern, gehe darin auf, aber ich habe den Hang zur Selbstaufgabe irgendwie … verloren. Höchstwahrscheinlich ein Manko in der Hochleistungsgesellschaft.

Vielleicht habe ich aber auch eine völlig verquere Vorstellung von Arbeit, das Arbeit also etwas ist, was ich gerne tue, etwas was mich erfüllt, und was nebenbei halt auch, von mir aus, einem Arbeitgeber oder, wow, das wäre ja so Traumhaft, mir soviel Geld bringt, dass ich davon Leben kann. Aber nein, nein, nein. Das darf so nicht sein. Will man manchmal glauben.

Tja, und am Ende, am Ende drehen sie durch, diese Chefs und so, und wollen einen tanzen lassen. Ich weiß ja nicht. In meiner letzten Anstellung habe ich ja auch Vorstellungsgespräche führen dürfen.  Ich hatte ja so a bisserl Personalverantwortung und so eine kleines Team aus freien Kreativen. Was auch alles sehr schön war. Sind ja hübsche Dinge bei rausgekommen. Nun ja, zu den Bewerbungsgesprächen: Ich habe immer versucht, den Leuten ihre Privatsphäre zu lassen. Also musste mir keiner von seiner Leidenschaft für Urzeitkrebse oder anderes, wie zum Beispiel, Schwammkopfgoldfischhaltung beichten. Naaaaaaa. Auf gar keinen Fall.

Neulich sagte aber ein guter Freund, Inhaber einer Medienagentur, mit dem ich Teile meiner Ausbildung durchlief, „Wenn man miteinander gut und derbe lachen kann, kann man auch miteinander arbeiten“. Nach kurzem Nachdenken, stimmt diese These. Glaube ich. Ja. Aber, nun ja, man kann ja auch nicht in der Vorstellungsrunde das Gespräch zum derben Lachen geleiten. Oder kann man? Oh ja, das wird mir eine neue Forschungsaufgabe. Vorstellungsgespräche, macht Euch zahlreich an mich ran. Ich werde mal die Theorie des miteinander Lachens testen. Aber nur derbes! Vielleicht fängt auch einer an blöd zu tanzen. Mach ich dann auch mit. Vielleicht tanze ich zum Finale meinen ganzen Namen.

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