Auftakttext zur neuen Woche.

Montagsmorgens und ein Wust voller Ideen. Aber keine Ordnung.

Eine neue Woche steht uns ins Haus. Große Grübelei über eine Zwischenmitteilung der Stadtwerke Moers. Habe mich dort beworben. Assistentin Unternehmenskommunikation. Ich habe wirklich eine sehr nett geschriebene Zwischenmitteilung erhalten. Mit der Post. Like in the old days. Fantastisch! Es geht also doch. Nur einen Tag nachdem ich die Mail geschickt hatte, lag der Brief im Kasten.

„Ihre Bewerbung hat unser Interesse geweckt. Das Auswahlverfahren wird eine kleine Weile dauern, wir melden uns wieder, bis dahin nur das Beste“.

Geht also doch alles. Zeitnah melden, nette Sätze verteilen und keinen Grummel bei den Bewerbenden auslösen. Ich habe doch gesagt, ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es gibt da draußen gute und faire Arbeitgeber die auf der Suche nach guten und außergewöhnlichen Mitarbeitern sind. Applaus!

Ein kurzer Blick in die Onlineausgaben der Zeitungen, in den Kategorien Job, birgt nichts sensationelles. Ist ja aber auch noch früh. Nur die Süddeutsche lässt uns im Text „Jobwelt der Zukunft“ eine Ahnung davon bekommen, was Arbeit sein wird. In der Zukunft eben. Es ist eine Mischung aus mehr Flexibilität, mehr Arbeit und irgendwie lässt es einen schaudern. Man ruft nicht juhu, wenn man den Artikel liest. Am Ende habe ich mich persönlich gefragt, wohin das alles führen will. Die Menschmaschine. Naja, interessant ist der letzte Teil des Berichts, in dem es dann damit endet, dass Frauen in der Zukunft die Pole Position der Macht haben werden.

Die Bildzeitung treibt jetzt seit dem Wochenende mal wieder die Sau namens HartzIV durch’s Dorf. Erst stelle sie in der Print Version Deutschlands faulsten HartzIV Empfänger an den Pranger. Nun zieht die Online Version nach. „Deutschlands faulster Arrbeitsloser“. Na großartig. Angeblich hat der Typ sogar einen Manager. Ich kann mich nur daran erinnern, ihn neulich bei der Sendung von Maischberger gesehen zu haben, in der Geissler zu dem Herrn sagte, er sei ja eigentlich krank und das sei halt so. Fragwürdig die ganze Nummer. Und was haben nun die davon, die tagtäglich etliche Bewerbungen schreiben? Die sich sozial engagieren und Ehrenamtlich arbeiten, trotz Hartz? Alles faule Säue. Auch die Familienministerin, das junge Ding, welche sich ja gerne Diplomarbeiten von 400 Euro Kräften schreiben lässt, meldete sich zu Wort. Es würde wieder die Mär aufgetischt, die ARGE zahle ja jedem die volle Miete. Ich fass es immer noch nicht, dass unsere Politiker die Gesetze nicht können und die Realität nicht kennen. Selbst Angie Angela Merkel erzählt immer wieder gerne die Geschichte von: Miete + Strom + Heizung + 345 Euro. Und das ist schlichtweg Unsinn.

Sonst gerade nichts los in der Medienwelt, keine Hysterie und kein Konfetti. Mal sehen, was die Woche so bringt. Es passiert ja immer was.

©Rose

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3 Kommentare zu “Auftakttext zur neuen Woche.

  1. diese bewerbungsnachricht ist ja wie ein kleiner liebesbrief. den möchte man sich übers bett hängen.
    nettigkeit hat sich ja kaum noch jemand auf die stirn geschrieben.

  2. Tja, Stadtwerke halt … die sind anscheinend ortsunabhängig und traditionell altmodisch mit Eingangsbestätigung (altmodisch schlechthin) per Post. Oder so. 😀 Mir gefällts aber auch. 🙂

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