Möp. Eine Tasse Kuchen und ein Stück Kaffe. Postkarten an Jay und Silent Bob.

We are living on the edge. Alltagsprosa als Pausenfüller. Arbeit gibt es jetzt eh‘ nicht, Weihnachten robbt vor der Türe.

Nun ist es also so. Es wird erst gegen neun Uhr hell und dann geht es gegen sechzehn Uhr schon wieder Lichttechnisch den Bach runter. Ich persönlich bin seit meiner letzten Bewerbungserfahrung total out of Order. Ich habe fertig. Ich mag nicht mehr. Ich kann mich auch selber nicht mehr ertragen, wenn ich Anschreiben verfasse. Am liebsten würde ich direkt selber eine Absage schreiben.

„Sehr geehrte Damen und Herren, ich sage Ihnen direkt eines, ich sage Ihnen ab. Sie zahlen zu wenig Gehalt, die Aufgaben sind für Kleinkinder, ich habe zehn Jahre Erfahrung auf dem Buckel, ich kann Briefmarken kleben. Konzepte schreiben, ans Telefon gehen, Pressemitteilungen schreiben und Kampagnenmanagement. Ich bin stark im Schwallen und bin eigentlich für jeden Spaß zu haben. Aber der Spaß hat jetzt ein Loch“.

Sehen wir es so: Die letzte Erfahrung die ich hatte, war mal wieder diese Sache mit Haarscharf. Ich hatte insgesamt drei Gespräche für ein und den selben Job. Insgesamt über drei Stunden meines Lebens, ich habe gelabert und mit Lösungsansätzen um mich geworfen. Am Ende kam dann raus, dass man mich mal wieder eingeladen hatte, weil ich ja so engagiert und gut schreibe und wie eine dulle Hulla im Internet vertreten bin. Dieses Wahnsinns Internet mit diesem verrückten Ding so called Web 2.0. Das musste man sich mal wieder in Echt anschauen. Man habe nach drei Gesprächen halt gemerkt, ich habe keine Handelserfahrung. Ich lach mich scheckig. Ich lach mich tot. Das steht doch wohl schwarz auf weiß in meinen Unterlagen.

Wenn die Leute was Wahnsinniges sehen wollen, sollen sie doch bitte in den Zirkus gehen. Ich habe fertig.

Sowieso finde ich jetzt gerade alle Stellenanzeigen nur noch total blöde und meine Tage ziehen sich wie Kaugummi durch die paar Stunden Helligkeit, die das Universum uns kleinen Kröten lässt. Ich schwemme mich selber gerade aus Langeweile und auf der lustlosen Jagd nach der „Story of my live“ über Weihnachtsmärkte, beobachte drollige Assi-Kinder im Media Markt beim Klauen und finde es fürchterlich surreal, wenn ich mich selber durch den örtlichen Supermarkt schiebe und währenddessen „We are living on the edge“ von Aerosmith aus dem Boxen plärrt. Da falle ich ja fast seitlich in den nächsten Aufsteller mit Weihnachstmännern.

Puh. Fürchterliches is happening und I can’t stop it. Gott sei Dank ist dieses 2009 Dings ja in einigen Tagen einfach durch. Dann drück ich mal auf Neustart. Bis dahin dümple ich aber zielos ans Ende des Jahres. Einfach so. Zwischendurch werf ich vielleicht mal den Fön an und mach mir die Haare schön. Im Geiste schreibe ich Postkarten an Jay und Silent Bob und überfalle den Weihnachtsmann. Und außerdem lösche ich hier mit Wonne bescheuerte Kommentare von nervigen Wannabe-Hatern, die mit ihren Beschimpfungen auch nach 12 Monaten noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sind. Kleine nervige Männer mit ohne Haare irgendwo. Glaube ich. Ich mach das nächste Fass auf. Und nun für alle, weil es so schlimm ist: Aerosmith. Even when the sky is falling.

©Rose

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5 Kommentare zu “Möp. Eine Tasse Kuchen und ein Stück Kaffe. Postkarten an Jay und Silent Bob.

  1. Hi, hab diesen blog hier grad über mädchenmannschaft gefunden, und bin äußerst angetan, das wollt ich mal vermelden. Schöne schreibe mit dem nötigen ernst, und witz auch… toll. Ich bleibe! smilla

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