Mal so. Mal so. Eine Kurznotiz. Reservemoment

Herrschaften, heute war eigentlich ein guter Tag.  Ich hatte ein sehr gutes Gespräch für ein Projekt im Winter. Mein Gegenüber sagt direkt zum Anfang: „Warum haben Sie eigentlich keinen Job in einer Agentur? So eine leitende Position und kümmern sich…um ein Waschmittel oder so? Das fragen wir uns hier alle. Jemand mit Ihrer Erfahrung…“. Ich musste nur grinsen und konnte nicht viel anderes sagen als: „Das frage ich mich auch“.

Gerade lümmel ich hier also so herum, im Stellenmarkt nix Neues und im Fernsehen geben sich die schlechten Nachrichten die Hand. Ist gerade wie Staffellauf. Also, die Deutschen shoppen jetzt doch wieder gar nicht mehr, Konsumklima eingebrochen und einige große Zeitungen fragen sich, schafft die Agentur für Arbeit eigentlich die Sache mit dem angekündigten Sturm der Millionen Arbeitslosen im Herbst. Kalendarisch ist das „noch ein paar Mal“ schlafen. Ich glaube, da werden dann alle meschugge. Vielleicht backe ich der Müller-Lüdenscheid vorher noch einen Kuchen.  Ich hab die jetzt einfach lieb. Einfach so. Was soll ich mit der Frau nen Krieg führen. Die macht nur ihre Arbeit. Was soll es. Heidewitzka, Herr Kapitän. Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja, der eine sieht es so. Der andere so. Das war es.

Jetzt akut Sodbrennen bei so much viele verrückte Gedanken und diese schlechten Nachrichten. Aber immer Ruhe bewahren. Auch andere glauben an mich. Das heute morgen war einfach tierisch nett. Waschmittel. Mein eigenes. Sehen wir also: Auch andere denken, ich hätte die Betreuung eines Waschmittels oder so völligst verdient.

Irgendwann zwischen Kopfweh und schlechten Nachrichten bekomme ich eine Absage via E-Mail. Da steht es dann wieder.  Für die Stelle einer Assitentin der Pressestelle, bin ich nicht qualifiziert. Not enough drin gearbeitet in dem Bereich. Hä? War eine Halbtagsstelle und die Aufgabengebiete deckten sich mit den Dingen die ich mal bei nem großen Konzern über zwölf Monate gemacht habe. Außerdem fehlt es mir an Berufserfahrung. (Hallo? Ich war sogar dann mal drei Jahre lang „Head of weiß der Pfirsich was PR Department“). Ich frage mich gerade, ob ich die mal anrufe. Und einfach mal Frage, ob die sich meine Unterlagen überhaupt wirklich angeschaut haben. Es ist wirklich lustig, wenn man auf die Bewerbung für einen Job, den man eigentlich wirklich echt voll schon mal gemacht hat (Assistentin PR) und ein super Zeugnis über die Zeit hat so was als Antwort bekommt. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen dass Sie für die Stelle nicht über eine geeignete Qualifikation und ausreichend Berufserfahrung verfügen“. Dabei stand in der Ausschreibung „Qualifikation: Egal“ und „Berufserfahrung: Von Vorteil“. Aha. Ab zu den Akten. Du machst mich nicht fertig, Du kleine Absage. Dich nehm ich mit links. Ab, zack und weg.

So, könnte mir mal jetzt endlich, endlich einer erklären ab wieviel hundert Jahren man denn nun Berufserfahrung hat? Ach, ich reg mich jetzt nicht auf. Ich lausche nun den Schulkindern im Hof, die wo auf verlängerte Ferien wegen Schweinegrippe hoffen. Die spielen heute nämlich Indianer mit einer kleinen Prise Mutter, Vater, Kind.

Gleich Tagesschau, noch mehr Nachrichten. Ob schlecht oder gut. Egal. Ich halte inne. Kopfweh hin oder her. Wo bleibt mein Waschmittel oder so?

® Rose

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Ein Kommentar zu “Mal so. Mal so. Eine Kurznotiz. Reservemoment

  1. Vorstellungsgespräch?

    Da war doch mal was!
    Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in einem renommierten Unternehmen im Brandenburgischen.
    Juhu, endlich mal was positives und es
    ist mit der Bahn wunderbar erreichbar.
    Also dem Amte Bescheid gegeben und hin.
    Vor Ort eine kleine Tour durch den Betrieb mit dem üblichen Smalltalk.
    Dann die Frage die einen wirklich umhaute.
    Was ist das für ein Beruf den sie da gelernt haben?
    Wir konnten mit dem Begriff IT-Systemkaufmann nichts anfangen.
    Ächz!!
    Da fällt einem die Kinnlade selbst noch durch das Bodenfundament.
    Dafür fährt man also quer durch die Landschaft, macht sich tagelang Gedanken was wird gefragt, was zieht man an, was kommt auf einen zu und dann das!!!!

    Nunja, Fahrtkosten wurden übernommen und es gab wenigstens Kaffee und ein Frühstück……..

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