Samstagskrawall. Mit ohne Kohlrabi. Aber gedünstet. Bis der Schnellkochtopf explodierte. Ein Exkurs. Fuck you world, and you little student wankers

Ich dachte mir, ich galoppiere jetzt hier mal im Thema rum und stelle einiges klar. Ist ja zum Kotzen was man am frühen Morgen in einschlägigen Studentenforen über sich und seine Mitschreiberin liest. Hier direkt die erste Watschn für Everybody outside in the fucking Internetzer: Wir sind zwei. Zwei Menschen. Zwei Frauen. Und eines Vorweg: Jammern war ja eigentlich voll nicht der Plan. Nun ist es so, dass es Momente im Leben gibt – wenn es um Arbeitssuche geht – da kann es niederschlagend und resignierend sein. Dabei ist eigentlich alles gar nicht so schlimm. Ich kann das jedenfalls für mich sagen: Ich sehe eigentlich nicht ein, “zu jammern” – ich finde das erste Mal seit zwölf Jahren nicht direkt einen neuen Job. Aber auf Wut habe ich manchmal voll Bock.

Und da ich ein Fan von absoluter Wut bin, dachte ich mir: Oooch, damit ich was zu tun hab, mach ich mal noch nen Blog und tanze mit meiner Wut über Deutschland, dem Arbeitsmarkt, der selbstgebackenen Krise und etwas Selbstironie Chachacha im WorldWideWeb. Ich dachte mir, ach diese leidigen Absurditäten mit dem Arbeitsamt kann man auch ruhig mal mit einem weinenden und einem lachenden Auge runterrasseln. Wird keinem schaden, aber die Perversität des Systems vielleicht mal nackig an die Wand stellen. Ich bin mir sehr bewusst der Dinge, die ich nicht kann. Oder nicht so gut. Vielleicht Rechtschreibung. Da bin ich sehr progressiv. Ich schreibe kurios mal was klein, was groß muss. Und umgekehrt. Ich bin ein leidendes Kind zweier Rechtschreibreformen und wurde mit Vereinfachter Ausgangsschrift gequält. Aber ich habe überlebt. Ich habe es sogar überlebt, dass ich in Übereifer gleich zweimal mein Abitur zweimal vor den Prüfungen in den Wind geschossen habe. Ich trieb mich lieber in Taiwan rum, erkundete die Welt und versackte in der aufregenden Welt einer Konzert- und Musikjournalistin.

Ich schrieb jahrelang als Freie für diverse Zeitungen, hatte laut Deutscher Norm zwar “nie was gelernt”, aber bis ich 22 war konnte ich gut von meiner Schreibe leben. Voll super. Klasse. Ich tanzte mit Prodigy, interviewte Fettes Brot, traf Helmet, schrieb Reportagen über Bands wie die Guano Apes, interviewte Apollo 440, Rage against the Machine, Dog eat dog, Thumb, ich soff mich mit Henning von den H-Blockxx in nem Tourbus ins Delirium, rannte David Bowie innen Rücken, traf die DJ Legende Armand van Helden aus New York. Ich schrieb für Magazine, arbeitete für Radiosender und war recht glücklich. Vergangenheit namens Neunziger. Ich organisierte diverse Events und landete über Irrungen und Wirrungen eines Tages aus der Popwelt in der Welt der Technik: Das Fraunhofer Institut sollte mich mit der liebe zu PR anstecken. War super. Einige Zeit später bekam ich den Job meines Lebens: Ein Internetriese stellte mich ein. Im Vorstellungsgespräch erzählte ich von meiner Journalistischen Minikarriere und prompt hatte ich den Job. Die ersten zehn Tage gab es nicht viel zu tun. Ich musste nur 256 Mal sagen: Wir sagen nix. Changemangement. Der Vorstand ging, ein neuer kam, eine neue Kommunikationschefin mit und ich blieb. Für eine recht lange Zeit.

Ich erlebte Kommunikationsarbeit auf ganzer hoher Ebene und ich hatte daran Spaß. Das ist alles lange her. Die Poprocknummer und auch die Pressechefinassistentin Nummer. Danach wollte ich es wissen: Ich hatte eine eigene Firma, ich setzte mit Events mehrere tausende Euro innen Sand, ich betreute Künstler, jettete mit denen um die Welt. Ich arbeitete weiter für Magazine, schrieb Konzepte für Klubs, beriet, betreute Künstler und dachte mir dann eines Tages: Boah, Künstler und Klub gehen mir tierisch auf die Eier. Ich will sofort wieder ein Konservatives-Super-Leben. Nine to five. Ich sehnte mich nach Strukturen des Internetriesen. Nach sechs Jahren freier Arbeit, einer gescheiterten Selbstständigkeit und so obskuren wie aber auch lustigen “Geldjobs” wollte ich wieder einen Fixpunkt im Leben. Ich kündigte allen Diskos, Künstlern und dem leichten Leben und verschrieb mich einer Zusatzausbildung. PR-Referentin. Ich wollte wissen, ob ich wirklich alles kann. Und ich wollte, wenn nötig, Neues lernen. Sechs Monate, neun Stunden am Tag, lernte ich alles nochmal, was ich in den letzten 12 Jahren irgendwie alles learning by doing gelernt hatte.

Ausserdem bin ich in Teilzeit eher noch schriftstellerisch ambitioniert. Der erste Roman liegt seit Monaten bei KiWi rum, aber et jeht nisch voran. Vielleicht sollte ich die Lektorin mal anrufen, aber ich habe gerad Wut. Keine Zeit. Mein anderer Blog existiert seit acht Jahren, wird total viel gelesen und ich kann mich voll drauf ausruhen: Der hat voll einen Preis gewonnen. Und ich war schon für die Süddeutsche Zeitung auf der Bühne. So schlecht kann das alles also gar nicht sein, was ich an Wörtern aus meinem Hirn wringe. Letztendlich beweist auch die Veröffentlichung einer meiner Kurzgeschichten in einer Anthologie, dass die Leute das irgendwie schon mögen. Von den drei Lesereisen ganz zu schweigen. So, so und ich habe mir das also falsch ausgedacht. Während des Abiturs. So steht es in einem Forum. Damals, Ende der Neunziger bin ich aus Leidenschaft zum Wort, zum Text, zur Geschichte zur schreibenden Zunft. Ich liebe es, Geschichten zu schreiben. Randgruppen zu beschimpfen. Mein Gott, ich spreche sogar mit meinem Frühstücksei. Ich bin furzverrückt, aber nicht dumm. Und ich lasse mich nicht von Unbekannten mit gefakten E-Mail Adressen beschimpfen. No way. You suck.

Ich will hier eigentlich nur mal klar stellen: Ich habe mir “PR” nicht mal eben aus Langeweile ausgesucht. Ich habe sogar schon voll viel in dem Bereich gearbeitet, wie wir jetzt alle wissen. Während der sechs Monate an diesem Kölner Medieninstitut merkte ich, wieviel ich eigentlich gelernt hatte – ohne es zu wissen. Das fand ich großartig. Aber das Lernpaket hatte auch tolle Seiten: Ich bin jetzt noch viel besser im verfassen von Konzepten. Ich habe doch noch etwas gelernt. Das, was ich konnte, vertiefen. Dann neigte sich jenes Ding, namens Ausbildung dem Ende zu. Klatsch Boing, kam die selbstgebackene Krise aus dem Ofen. Nichts ging mehr. Von der Woche vor Weihnachten 2008 bis zum letzen Januar Woche 2009 wurden aus ca. 1200 Stellen deutschlandweit knapp 150. Inzwischen gibt es Wochen, da passiert gar nichts mehr. Der Stellenmarkt stagniert. Klar, es ist eine Branche, die nur in guten Zeiten gut läuft, will man denken. Aber wenn man weiß, dass manche Unternehmen ihre PR gar nicht “zurückfahren können”, weil diese zum Lauf des Unternehmens gehört, wie das Amen in der Kirche, fragt man sich schon, warum die jetzt alle rausschmeissen. Klar ist auch, dass nun noch mehr gute Leute auf der Straße stehen. Während ich also meine Rückkehr zum normalen Business vorbereitete, brach der Markt ein. Das hat mich persönlich einfach nur verdammt geärgert. Ich war es einfach nicht gewohnt, mehr als drei oder vier Bewerbungen zu schreiben. Diese Geschichten von Hunderten von Bewerbungen waren immer nur den anderen passiert. Auch die Sache mit Hartz IV war immer nur anderen passiert. Dann passierte sie mir selber. Die Zeit galoppierte einfach wie ein gedopetes Rennpferd an der Realität vorbei und plötzlich war alles anders. Ich schrieb dann doch eines Tages die fünfzigste Bewerbung. Und wenn man auf Bewerbungen für so ein Volontariat als Antwort bekommt, man habe nicht genug Berufserfahrung, ist das nach zwölf Jahren ein Schlag ins Gesicht.

Da darf man mal persönliche Wut bekommen. Und dank dieser persönlichen Wut entstand dieser Blog. Es ging uns nur darum, mal darüber zu schreiben, wie oll das alles ist. Was man sich in diesem verkappten Land von verschissenen BWLern mit null Berufserfahung aus den Personalabteilungen dieses Landes anhören darf. Das ist Schikane. Pissel Agenturen, die für den örtlichen Kosmetik Shop mit Barbor Vertretung die Flyer drucken, führen sich plötzlich auf wie eitle Gockel. Für ein Volontariat geben sie maximal 700 Euro und setzten den “Volontär” in ein Zimmer ohne Fenster. Aber der Kopierer steht natürlich auch noch mit drin, und langsam aber sicher röchelt der “Volontär” in zwei Jahren am Ozon des Kopieres dahin.

Diese Hysterie um diese Volos. Die ist auch völlig neu. Früher, da gab es die nur bei der Zeitung. Sie gingen, ein, zwei Jahre. Man lernte von der Pike auf, wie man Zeitung macht. Setzen an urzeitähnlichen Maschinen, Fotos entwickeln im Labor. Wenn man Glück hatte, wurde man zwischendrin auf die Volontärschule gejagt. Heute ist das Volontariat nur noch das bessere Praktikum. Menschen werde drangsaliert und ausgenutzt. Ich selber habe mir noch vor 36 Stunden geschworen: Ich mache nach all den Jahren kein Volo mehr. Ich bin doch nicht bescheuert und arbeite für Geld unter dem Existenzminimum. Mein letztes Gehalt lag bei 1350 Euro und da habe ich für eine On-Screen-Agentur nur den Empfang nebenher geschmissen. Das ist doch alles gerade verdrehte Welt. Und darum geht`s. Dass es gerade verdreht ist. Und zwar so schlimm wie noch nie. Ich habe in meinen jungen Jahren schon zwei oder drei Krisen mitgemacht. Während jeder dieser Krisen habe ich ungelernte Sau immer Arbeit gehabt. Bei Konzernen. Ich habe mitten in der Krise mit Freunden eine eigene Firma gegründet. Und ich habe auch‘ ne Menge scheiß Jobs machen müssen, um mir mein selbstgestricktes Bohemian-Leben leisten zu können. Ich habe American Express Karten an arme Firmen verscheuert, während ich nebenbei für Magazine schrieb, Events koordinierte und all so ein Kram. Ich habe Metzgereien geputzt, wenn das Geld knapp war. Aber ich wollte immer eines nicht aufgeben: Meinen Traum. Schreiben zu können. Und zu organisieren. Kreativ zu sein. Was kann man denn so am Besten machen, wenn man so auf diese drei Dinge steht? Oh, vielleicht Public Relation. Öffentlichkeitsarbeit. Kommunikation. Ich bin da reingewachsen, ich kann nix anderes. Und ja okay, es ist Jammern auf hohem Niveau. Ich habe das erste Mal,seit ich denken kann, nicht schnell einen Job gefunden. Ich suche jetzt seit etwas mehr als 13 Wochen nach einer ehrlichen und guten Anstellung. Konzern. Agentur. Egal. Ich will meine 1500 im Bestfall. Ich würde auch im Ernstfall für den Teufel arbeiten. Aber ich habe keinen Bock, mich verarschen zu lassen.

Und nun noch ein Letztes für alle Studentenfuzzis, die meinen sie müssten hier und in Foren rummeckern. Ihr seid doch alle so weltfremd. Hängt da in Euren Unis rum und studiert alle irgendwas. Viele von Euch haben keine Ahnung wie die Welt sich dreht, viele von Euch wissen nicht mal was sie hinterher machen wollen. Immer noch En Vogue ist der Most-Hated-Satz-Der-Endneunziger: Ich will irgendwas mit Medien machen. Da könnt‘ ich kotzen. Ihr arroganten Theoriepenner kommt doch ins Trudeln wenn ihr Eure erste Pressekonferenz machen müsst. 200 Einladungen und dann kurz vorm Opening auf den Knien rumrutschen, weil die von Investor Relations auf Seite sieben eine falsche Zahl haben. Seite sieben muss innerhalb von 9 Minuten 200 Mal ausgetauscht werden. Oder, Ihr lieben Theoriepenner, schon mal ne Hauptversammlung gemacht? Ihr wisst ja alle ganz genau, wie der Hase läuft. Aber jetzt erstmal auf zu diesen Erasmusnummern, Ihr geplagten Studenten, die ja alle wissen, was sie tun. Gut sein, kann man nicht studieren. Und gute Texte schreiben, kann man auch nicht lernen. Entweder man kann es. Oder man kann es nicht. Ist genauso, wie mit Witze erzählen. Kann einer. Der andere nicht. Basta. Rechtschreibung hat damit gar nix zu tun. Glaubt ihr etwa wirklich, die ganze schreibende Zunft ist gepolt wie Bastian Sick? Quatsch.

Und wenn man sich hier, in diesem Blog, Luft machen will für die gerade persönlich schlimm gefühlte Situation, dann ist das unser Bier. Das hier ist unsere Plattform. Die wir dafür geschaffen haben, um unserem Ärger gegenüber dieser vertrackten Arschlochsituation mal ordentlich Luft zu machen. Ich kann da in diesem Moment nur für mich sprechen. Okay, ich hatte etwas Wut, weil ich nicht sofort Arbeit hatte, also machte ich diesen Blog. Dass meine Mitstreiterin sich einen Post vorher darüber auslässt, wie sehr Angst ihr die aktuelle Situation macht, ist ihr verdammtes Recht. Und ja, es ist ja sowieso ein offenes Geheimnis: In diesem Land geht Bildung danach, wer die meiste Kohle in der Tasche hat. Und ja, es geht darum, wessen Eltern das zahlen und wessen nicht. Und die Kinder der Leute, die es aus sich heraus geschafft haben, dürfen Angst haben, wenn mit dreißig nach dem Studium nix klappt. Weil die Wirschaft spinnt. Und weil Deutschland ein Land voller BWL Penner ist, ein Land voller Rechtschreibenazis und Mercedesfahrern. Es ist ein Land in dem sich Millionäre gerade vor Hartz IV fürchten, weil sie sich in ihrer Gier verkalkuliert haben. Es ist ein Land, in dem Leute von 600 Euro ihr Leben bestreiten müssen, weil sie trotz Hunderten von Bewerbungen keinen Job finden. Es ist ein Land, was auf Papier steht. Wer hat die meisten Praktika? Scheine? Examen? Zeugnisse? Bitte alle nach DIN Norm geordnet, geheftet. Ist das Bewerbungsfoto nicht genormt, kommt die Mappe in die Tonne. Oh, die hat aber eine hässliche Brille. Ab in die Tonne. Die Leistung des Menschens und die Lebenserfahrung und die Berufserfahrung wurden erst gar nicht begutachtet. Ab in die Tonne. Und beim Verfassen der Absage wird auch das nicht bedacht: Dieser Brief geht an einen Mensch.

Und dann kommen sie daher getrabt. Die Studentenfuzzis aus den Sozialen Netzwerken der arroganten Hörsaalschluffen. Beschimpfen die Angst, machen die Angst lächerlich. German Angst makes you feel like a geplatzter Fahrradschlauch. Nix geht mehr. Da darf man auch mal rumheulen. Aber nur kurz.

Die Oberflächlichkeit dieser Penner zeigt sich alleine darin, dass sie nicht einmal raffen, dass hier zwei Leute ihre Geschichten und die Geschichten anderer erzählen. ZWEI. NICHT EINE.Es sind so Penner, die uns wegen Rechtschreibung annmachen, aber selber die Anrede nicht groß schreiben. Dabei macht man dies schon alleine aus Gründen der Höflichkeit. Aber Höflichkeit ist längst abgeschrieben. Hier wird nur noch gemeckert und gedrängelt. Klar, ich habe gut reden, ich habe mich jetzt easy peasy mit der Krise eingerichtet und warte auf Besserung. Wird schon werden, habe jetzt noch drei Gespräche und sowieso, irgendwann kommt der richtige Job. Es sind erst 13 Wochen ohne Arbeit, nachdem ich in meinem Leben einen Cut gemacht habe. Aber es ist schon verständlich, dass meiner Mitschreiberin gerade der Arsch auf Grundeis geht. Sie hat das Studium, von dem ich oft träume, aber selbst sie bekommt kein Volo. Weil die Welt gerade verrückt ist.

Da sitze ich also nun und lasse meine Wut an der Welt aus. Und für nichts anderes war dieser Blog gedacht. Und dann muss ich mich von Studenten ohne Schambehaarung anmachen lassen, ich hätte ein Komma vergessen und soll deswegen am besten als Nutte arbeiten.

Super.

Deutschland, Du Opfa.

®Rose

________

Nachtrag: Ich sehe das ähnlich. Meine Güte, darf man nicht mal seine Bedenken hier äußern? Wir haben doch klar gestellt, dass wir hier beschreiben, wie wir die Jobsuche erleben. Manchmal erlebt man Nackenschläge, die muss man auch erstmal verarbeiten. Als ob ich hier nur rumheule. Den Vowurf bin ich wirklich leid. Es ist für mich, in meiner Situation, manchmal wirklich schwer. Ich raffe mich aber immer wieder auf. Lasst mich doch darüber schreiben. Das ist hier ist ja auch kein Comedy-Blog. Wir bemühen uns um eine Balance aus Spaß und Ernst. Schade, wenn man für seine Ehrlichkeit dann angegriffen wird. Rose und ich haben zwei unterschiedliche Lebensläufe. Ich schiebe halt einfach mehr Panik als sie. Und ich strenge mich wirklich an, etwas zu finden. Da das abe nicht klappt und mich das sehr wütend macht, kam die Idee zu diesem Blog. So einfach. Ich finde, wir könnten jetzt langsam aufhören uns hier gegenseitig anzugehen. Back to normal, please.

© Simone

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45 Kommentare zu “Samstagskrawall. Mit ohne Kohlrabi. Aber gedünstet. Bis der Schnellkochtopf explodierte. Ein Exkurs. Fuck you world, and you little student wankers

  1. Wow! Der Text sitzt… die Faust aufs Auge sozusagen
    Bin BWL Penner und lese den Block trotzdem gerne!
    Eure Rechtschreibung fetzt! In den Personalabteilungen sitzen übrigends in der Regel eher Wirtschaftsjuristen. Das macht die Sache trotzdem nicht schöner.

    Nicht aufgeben!
    Schönes WE

  2. Wow, Rose, dein Kommentar ist echt krass! Aber Recht hast du! Viele Studenten, denen es aufgrund von Mama und Papa recht gut geht finanziell gesehen, haben keine Ahnung von dem Leben da „draußen“. Ich gehöre auch eher zu den Leuten, die immer arbeiten mussten, um ihr Studium etc. zu finanzieren. Tja, deswegen musste der Lebenslauf leiden. Deswegen bin ich jetzt auch noch auf der Suche nach einem Volo. Deswegen hat meine Ex-Mitbewohnerin allerdings direkt nach dem Studium ein Volo bekommen, weil sie eben ihren Lebenslauf aufpeppen konnte durch eine Reihe unbezahlter Praktika. Aber: That’s life! Und ich finde grade euren Blog gut, weil ihr genau mein Lebensgefühl wiederspiegelt: Qualifiziert, motiviert, aber dennoch arbeitslos! Und die Rumreiterei auf Rechtschreibfehlern ist einfach lächerlich. Hier geht es einfach darum, eine persönliche Plattform zu haben, und andere, denen es genauso geht, teilhaben zu lassen. Korinthenkacker können zu Hause bleiben.

  3. Tag!
    Von welchen Studentenforen ist hier eigentlich die Rede?
    Ich finde diesen Blog hier unterhaltsam, kann aber einigen Sachen nicht folgen, weil ich nicht weiß, worauf sich die beiden Schreiberinnen beziehen.
    Gruß

    • Oh, es gibt da so ein Studentenforum, in dem wir versucht haben nett auf uns aufmerksam zu machen. Ich erspare mir die Rückverlinkung. Da gibt es einige Kommentare, die uns wirklich wütend machten. Dort auch der Vorwurf, wir wären ja zu dumm, dann auch noch PR und man empfahl uns auch dort am besten direkt bei einer Sexhotline anzufangen. Auch noch hübsch verlinkt unter dem Motto „Euer Weg ist vorgezeichnet“.

      Ich persönlich fand einfach, auch wenn man im Internet etwas veröffentlicht muss man sich nicht alles gefallen lassen. Hinzu kamen hier einige Kommentare sowie einige anonyme Mails auf dem Konto meinen anderen Blogs. Das muss ja nun echt nicht sein.

      Darum der Wuttext, der meine Wut über diese verquere Kritik (Kritik ist ja okay, aber wie persönlich muss und darf man werden?) mit meiner Wut über die Situation am Arbeitsmarkt und meiner latenten Wut gegenüber Deutscher Bürokratie, vermischt. Einfach alles nur voll die Wut gewesen. Ey. Aber jetzt ist ja wohl klar, warum wir hier machen was wir machen. Und wie wir es meinen. Und das wir keine blutigen Mittzwanziger sind, die nach nem Job heulen. Wir haben einiges auf dem Kasten und jeder von uns hat die eigene Sichtweise und somit auch Erzählweise zur Situation.

      Jetzt ist aber genug Wut gehabt worden und genug erklärt worden.

      Aber es freut einen sehr, wenn es dann Kommentare voller Lob gibt. Also kommt es doch da draußen an.

      Und das ist doch das wichtigste. Schließlich wollen wir hier die Absurdität des ganzen umschreiben und gleichzeitig Tips für alle sammeln und eine Plattform sein. Und zeigen, dass wir schreiben können.

      Und vielleicht etwas lustig sind. Aber nur in Teilzeit. So, jetzt wieder ernst.

  4. Ja, Wut ist gut. Aber warum auf dieselbe Stufe stellen? Du beißt ganz schön zurück, als hätte da einer einen wunden Punkt getroffen. Ich weiß gar nicht, was euch da vorgeworfen wurde, aber ich möchte mich Simones Wunsch anschließen: „back to normal“.
    Irgendwie habt ihr eine ganz eigene Dynamik, Rose und Simone. : -) Wenn jetzt weniger erzählt wird, von dem, was ihr alles könnt und seid (Rose), dann wird es auch wieder interessant für andere. Nicht böse gemeint, aber du verkaufst dich hier so stark. Musst du doch gar nicht. Viel Glück, beiden von euch.

  5. Ich finde es okay, wenn hier jemand mal Tacheles „schreibt“. Und warum sollte man nicht über „sich“ schreiben, im eigenen Blog?. Ich denke, die beiden verfolgen mit diesem Blog sicherlich auch irgendein Ziel. Und alle anderen Geschichten hier, die gingen auch immer um „deren ich“. Ich und die ARGE. Ich und der Arbeitsmarkt. Da darf man auch mal ausholen. Sagen was man gemacht hat. Völlig okay. Und lass sie sich doch stark verkaufen. Um was geht es hier denn sonst? Wäschewaschen, bügeln und trocknen? Wohl eher nicht.

    Weiter so. Und ruhig mal den anderen vor den Karren fahren. Ist eigentlich auch lustig zu lesen, der Text. Geht ja um mehrere Probleme. Total okay.

    Ich werd hier weiter reinschauen. Tag für Tag.

    Julia

    Ps.: Denen wird vorgeworfen, sie können nicht schreiben, sind blöde, heulen rum und sind selber schuld. So ein Quatsch. Kann man doch oben lesen. Ist nämlich echt cool geschrieben. Finde ich.

  6. Das mit der Empfehlung in Sachen „Sexhotline“ habe ich auch in diesem Forum gesehen. Wirklich unfein. Und da kann man mal zurück hauen.

    Viele Studenten sind sehr herablassend und fernab von jedem Alltag. Das ist absolut wahr. Und klar ist man sauer, wenn man so viel gearbeitet hat und muss sich dann vom „typischen Unityp“ sagen lassen, man könne nicht schreiben.

    Ich finde den Text völlig okay. Und: Debatten gehören zum Blog dazu. Und ja, auch die Tatsache „über sich zu schreiben“. Ist ja sonst auch irgendwie Blödsinn, wenn man das auch nicht mehr darf.

    Alle verrückt!

    Aber tolle Texte. Geiler Stil. Weiter so!

  7. Ich bin selbst aktive Nutzerin des zitierten Forums, studiere selbst mit Ziel PR-Agentur und lese euren Blog eigentlich gerne – aber dieser Beitrag geht zu weit. Bei allem Verständnis für eure Situation – ein bisschen mehr Sozialkompetenz wäre angebracht. Wenn BWL-Studenten denken, PR sei Quatsch – so what? Lass sie doch reden! Es gibt genug Studenten, die eure Situation nachvollziehen können und wie ich vielleicht bald in einer ähnli8chen Lage sind. Aber ich lasse mich auf keinen Fall als „Theoriepenner“ oder schlimmeres bezeichnen. Ich habe Studium, du nicht – und? Ärgert dich das so sehr, dass du mein Studium als bullshit abtust, reine Theorie, keine Ahnung vom Leben? Warum reise ich mir denn den Hintern auf, mache Praktika, unbezahlt, lerne wochenlang wie eine Verrückte, versuche in Regelstudienzeit zu bleiben, um mir den „Spaß“ mit Bafög und Nebenjob zu finanzieren? Weil ich ehrlich arbeiten will. In der PR. Und wenn die für ein Volo ein Studium wollen, sollen sie es bekommen. Aber deswegen bin ich noch lange kein Penner, Assi oder sonst eine der liebevollen Bezeichnugen, mit denen du so ganz verallgemeinernd die Studentenschaft beschreibst. Es gibt auch andere. Die wissen, wie hart die Branche ist. Und wie gmein andere Studneten sein können. Und deshalb finde ich es wirklich eine frehcheit, wie du über die „Studenten“ so herziehst. Ein paar blöde Kommentare? Drauf geschissen! Die werden schon noch merken, wie die Wirklichkeit aussieht.

  8. Vielleicht habe ich Dich damit nicht gemeint, aber eine ganz andere große Gruppe von Studenten passen absolut unter diesen Hut. Und ich darf mich aufregen, wenn ich Beleidigungen über anonyme Account bekomme.

    War ja klar, dass auch dies falsch verstanden werden kann: Nein, ich tue Studieren nicht als Bullshit ab, aber es ist nicht das höchste auf Erden.

    Dann bist Du eben kein „Penner“, aber die, welche uns hier als Heulerinnen bezeichnen und uns Bullshit schicken. Bleidigungen am laufenden Band.

    Und was die Thematik „unbezahlte Praktika“ angeht: Das ist auch eine Frechheit. Ausnutzung aller Beteiligten. Punkt.

    Und wenn mich Studenten beschimpfen, dann schimpfe ich zurück. Das hat nix mit Sozialkompetenz zu tun. Und was meine Wortwahl angeht: Ja, ich war verdammt wütend.

    Weil man sich öffentlich über berechtige Ängste lustig macht. Von oben herab. Und so was kotzt mich einfach an.

    Ich bin nicht neidisch auf all Eure Semester an der Uni. So lange wie Ihr Eure Sache gut macht und wisst, was ihr wollt: Kein Problem. Aber die Flut an selbstverliebten, arroganten Studenten ist ziemlich groß. Und sie wird nur größer. Und die soziale Kluft habe ich mir auch nicht nur aus Spaß ausgedacht.

    Ich würde mal wissen wollen, wir Ihr, oder Du, reagieren würdest, wenn Dir einer ne Mail schickt, in der steht, „Du seiest eine ganzg arme Gestalt, kannst ja nicht mal schreiben, geh doch auf den Strich. Da nehem sie Dich aber auch nicht mit Deinem Gesicht“.

    Das ist wirklich toll.

    Dieses Verhalten kotzt mich an. Und das wird auch so bleiben. Da mache ich keinen Hehl raus.

    Wenn Du Dich als Penner gesehen hast, dann tut mir das Leid. Es sind konkret diese Leute gemeint, die mich mit diesen Mails vollbomben.

    Wie gesagt, bei Dir entschuldige ich mich gerne. Aber das hier ist ein freies Land und man darf seine Meinung äussern. Duckmäusermentalität macht mir auch im Übrigen Sodbrennen.

    So.

    Entschuldigung nochmal, nicht alle Studenten sind Penner, aber einige. Und nein, ich bin nicht neidisch auf Eure Studiengänge. Ich bin eigentlich ganz glücklich wie es sich bei mir alles Entwickelt hat. Danke.

    Ich bin nur wütend, weil der Arbeitsmarkt verrückt spielt und sich besonders die Welt der Agenturen und Co. richtig dabei gehen lässt.

    Jetzt endlich mal klar?

    Was darf man denn Eurer Meinung noch alles nicht? Meinung nicht sagen, nicht über sich selbst schreiben? Was denn dann?

    Wie gesagt, ich mein nicht jeden, aber viele. Sorry.

  9. Jetzt wird es spannend! Erste Personen fühlen sich persönlich angesprochen. Aber sie sind gar nicht gemeint! So etwas.

    Versteht doch diese Wut. Und lasst es gut sein. Man darf sich wehren. Vor allem wenn man öffentlich angegangen wird. Ist doch wahr. Wieso soll man immer alles schlucken? Ignorieren.

    Ach ja, so ein Blog ist im Übrigen so mit die Egozentrischste Nummer die man so machen kann. Es geht da im Kern immer um einen selber. Auch wenn man über anderes und andere berichtet.

    Ich find die Mischung hier aus Absagen, Gesprächserzählungen und eigenen sowie freien Gedanken ziemlich gut. Ich finde auch, dass man seine Meinung sagen darf und kann. So laut man will. Viele trauen sich nur nicht mehr.

    Und ich denke auch nicht, Rose verurteilt jeden Studenten. Das ist ja nun auch oll. Es geht ihr um die arroganten, wie sie sagt „Penner“.

    Wir wissen doch alle, welche gemeint sind.

  10. Entschuldigung angenommen, Thema geklärt. Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass du die Klappe halten sollst – im Gegenteil, ich lese euren Blog schon seit einigen Wochen und finde es großartig, dass ihr dieses Tabuthema „Arbeitslosigkeit trotz Super-Quali“ so offensiv angeht. Missstände müssen thematisiert werden. Jetzt das große ABER – du hast in deiner Wut einen Rundumschlag über alle Studenten hinweg gemacht. Das hat mich wiederum wütend gemacht. Denn es gibt diese anderen Studis, die trotz aller Schwierigkeit ihren Traum verfolgen, auch wenn das heisst, hunderte Bewerbungen zu schreiben. Unbezahlte Praktika? Glaub mir, ich kann mir auch etwas besseres vorstellen. Besonders wenn sie drei Monaten in den Semesterferien liegen, die Semesterferien zu kurz sind, man für das Praktikum die ersten Wochen des neuen Semesters opfert und keine Kohle mehr hat, um sich eine Winterjacke zu kaufen. Aber ich weiß, warum ich es mache. Oder besser: warum ich es nicht nicht mache. Nicht nicht machen würde bedeuten, später noch geringere Chancen auf einen Job bzw. ein Volo zu haben. Böse Welt. Aber vielleicht spüre ich deshalb eine ähnlich Ohnmacht wie ihr. Klar, ihr habt mehr Berufserfahrung, aber im Endeffekt sitzen wir im selben Boot – oder warum wurde (tut mir leid, ich weiß gerade nicht mehr wer von euch beiden den vorherigen Post verfasst hat) von einer von euch erwogen, für ein Praktikum nach HH umzuziehen? Weil es einem vielleicht einen Job bringt. Eben. Darum. So, meine Wut jetzt auch ausgelassen – über Verallgemeinerungen, die nicht sein müssen. Aber das haben wir ja jetzt geklärt. Auf weiteres fröhliches (oder wütendes) Bloggen!

    • Liebe Sandy,

      ich wollte Dich nun wirklich nicht mit den „Pennern“ in eine Tüte stopfen. In einen Topf werfen. Und so weiter.

      Und ja, wir sitzen im selben Boot. Ich finde es auch ganz unmöglich, dass man oftmals für ein Praktikum kein Geld bekommt. Ich habe immer das Glück gehabt, dass ich etwas bekam. Aber, hach, auch die Zeiten sind vorbei. Das ist alles so ein großer Mist.

      Nochmal sorry, okay?

      Danke.

      Rose

  11. Über welche Ängste wurde sich denn lustig gemachtß Wo steht das denn? Wenn es in einem Blog um Wirtschaftskrise und Arbeitssuche geht, sind Ängste doch niormal. Wer regt sich denn da auf? Habe hier auch keinen Text gelesen, wo es primär um angst geht? Ich finde es aber gerade gut, wenn diese Seite angesprochen wird, das sind doch die Sorgen, die sich jeder Arbeitsuchende macht.
    Also: weiter so. Vielleicht weniger schimpfen und im alten Stil weitermachen Mädels.

    • In jenem Forum wurde der vorherige Post als „ach wie süß, nun beschwert sie sich“ abgetan. Und so einfach isset ja nicht, wenn einem die Realität auf den Füßen steht. In Form vom Bafög Amt und Co.

      Wut tut gut und kommt nur alle Jubeljahre mal vor. Wir kehren ab Montag wieder zum normalen Program zurück.

      Keine Sorge.

      • Versteh ich nicht. Ich fand das aus obigen Gründen eigentlich einen ganz sinnvollen post. Gott sei dank,habe ich ohne bafoeg studiert, aber dennoch gibt es immer etwas, was einem vom weg abbringt, wofür man nix kann. Darüber dürft ihr euch ruhig beklagen!

  12. @ Tim.

    Sandy hat schon Recht. Irgendwie klingt es so, als meinte ich „alle Studenten“. Das ist ja quatsch. Es gibt auch ganz tolle „Studenten“. Leute die das richtig durchziehen und die Nummer lieben, die sie machen wollen. Aber der oder die Typen, deren Zielscheibe ich/wir nun sind, sind halt die Penner. Whatever.

  13. JA!

    Mehr muss man eigentlich nicht sagen.

    Einfach nur: JA!

    JA! Der Text schlägt über die Normen des geheuchelten Freundlichseins.
    JA! Der Text haut wie Faust ins Auge der studentischen Empfindlichkeit.
    JA! Der Text verliert die Formen der Etikette und prügelt ihr den Arsch wund.
    JA! Der Text ist geballte Frustentladung in überdimensionierten Wutwortkanonen.
    JA! Der Text ist das seelische Auskotzen und verbale Umsichschlagen der Autorin.
    JA! Der Text greift an, beißt sich fest und zerrt noch an dem, der so blöd ist, sich beißen zu lassen.

    JA!

    Ja und?

    Eine(r) muss es ja mal tun.

    Wer Texte in Weichspülästhetik haben will soll zu Poetry Slam-Veranstaltungen von Soz-Päd-Erstsemestern mit veganem Background gehen.

    Hier gibt das reale Leben. So, wie es nun mal ist. Fies. Stinkend. Immer bereit, einen in den Arsch zu treten. Politisch vollkommen unkorrekt. Und das geilste, das es gibt. Warum sollte man es also auch nicht genau so widerspiegeln?

    Sollte man das?

    JA!

  14. Da kann ich nur sagen: „bäm, der saß!“ Ein Knock-Out für die Faselköpfe! Habe selbst das Problem mit Jobsuche und Absage und so…und dann sowas lesen müssen: „da fehlt ein i“ pff…

    Warte mal ab, wenn ihr nen Job sucht und nicht gerade Ingenieure und Wirtschaftler gesucht werden, dann seht mal zu. Da zahlt Pappi wohl alles und Geld ranholen durch putzen??? Wird dann wohl eher abgelehnt und gewartet, bis Pappis Kumpel kommt und Arbeit verteilt.

    Echtwitzig, was einige Kommentatoren hier schreiben und denken! Ach warte, ich glaube sie denken gar nicht. Das würde ja zu Praxis führen. Die Theorie ist ja so schön warm…

  15. Du hast mit Deinem Artikel und Deiner Wut auch gleich mehrere Themen miteinander verworben. Einmal greifst Du die Gruppe der Studenten an, die Du dann aber auch gleich wieder in Schutz nimmst, aber auch Deutschland allgemein („ein Land voller Rechtschreibenazis und Mercedesfahrer“) und die Wirtschaftskrise. Von letzterer sind wir alle mehr oder weniger betroffen. Entfacht von Gier nach immer mehr und auf Kosten teilweise unschuldiger Leute, zog sie ihre Kreise.

    Allem in allem aber finde ich das, was Du äußerst, unglaublich stark. Uns, unserer Generation, fehlt nämlich diese Wut (leider bei Dir ausgelöst durch unglaublich niveaulose Sprüche). Wir sind viel zu duckmäuserich geworden, teilweise sind Menschen unseren Alters leider zu uninteressiert, oft auch zu ungebildet, um eine Community zu bilden.
    Selbst bei meinen Freundinnen erlebe ich diese Resignation. Es ist halt so, wir müssen die Lage so wie sie ist in Kauf nehmen. Müssen wir das wirklich?????
    Innerlich bin ich manchmal auch ohnmächtig vor Wut und sehe wie Du die „Mercedesfahrer“ – ruhig, gesetzt. Ist das die Einstellung, die wir in diesem Land brauchen???

    In Griechenland sind die gleichen Leute wie wir vor ein paar Monaten auf die Straße gegangen. Sie ersticken wie wir an Unnützigkeit und Unterbezahlung. Mich wunderte, daß das in anderen europäischen Ländern keine Nachahmer fand. In unseren Nachbarländern wird es doch wohl auch die gleichen Probleme geben – Dank Brüsseler DIN-Normen???

  16. Viele merken gar nicht, dass die scheinbare Flexibilisierung zum genauen Gegenteil führt.
    Parktika, Auslandsaufenthalte usw. sind gut und schön, aber wenn sie nur noch zum „Vorzeigen“ gedacht sind, quasi als studentisches Statussymbol und alles andere fest vorgeschrieben ist, dann zeigt sich erneut, wie erstarrt und verkrustet die Strukturen doch sind.
    Hier sitzen Studenten, Gerade-Absolventen und Praktiker eindeutig im selben Boot. Richtig ist auch die angesprochene BWLisierung. Juristen würde ich noch hinzufügen. Sowas kann ein ganzes Unternehmen und sogar eine ganze Gesellschaft kaputtmachen. Hier werden wirtschaftswissenschaftliche Dogmen und Ideologien auf den Personalbereich übergestülpt und alles muss folgen.
    Wohin dies führen kann, zeigt die Finanzkrise.
    Letztlich ist der gesamte Kommunikations- und PR-Sektor und auch der Journalismus in den Niedriglohnsektor abgerutscht. Da die Nachfrage nach solchen Jobs trotzdem steigt, ist der Willkür im Personalbereich Tür und Tor geöffnet. Einige verrückte Geschichten sind hier zu lesen. Vielen Dank dafür.

  17. Ich fühle mich mal angesprochen als ein BWL-Penner aus einem Studentenforum, der dort als einziger am Anfang auf eure Posts reagiert hat.
    Ziemlich unterhaltsam, ich lese hier gerne ab und an gejammer, dann gehts mir gleich besser.
    Übrigens bin ich weder BWLer noch Jurist und auch schon fertig mit dem Studium.
    Als Theoriepenner hatte ich natürlich keine Ahnung von der harten Welt da draußen, komischerweise verlief mein Berufseinstieg relativ problemlos (und zwar im Januar, wo alle schon die Zähne geklappert haben). und weiter im Text: Und um den gleich vorzubeugen. Ich musste mein Studium fast komplett allein finanzieren, 400 Euro Nebenjob haben meist nicht gereicht. Reiche Eltern habe ich keine und meinen Job in der Wissenschaftsverwaltung (habe Sozialwissenschaften studiert) auch nicht durch Vitamin B bekommen, sondern mit Leistung überzeugt. Und das rate ich euch auch. Jammerei mag niemand, Machertypen sind gefragt. Aber die werden dann ja alle Nazi-Mercedes-Fahrer. Echt witzig, dass wenn man mit den Stereotypen über PR-Berfue ankommt, man sich rechtfertigen muss. Andererseits macht ihr einen gesellschaftlichen Rundumschlag und beschimpft alle vermeintlih erfolgreicheren Leute.
    Und noch ein letztes: Du brauchst dem bafäg-Amit nichts schenken. Du hast Geld bekommen und wußtest doh, dass du einen teil zurückzahlen musst. Also nicht rumheulen. Woanders gibts gar kein bafög und auch kein Hartz4. Aber hey, Deutschland ist ja am Ende, also am besten auswandern und woanders das (dort nicht vorhandene) soziale Netz nutzen.

    • Ok, das muss man hier also auch erklären. Danke Staat für das Bafeog. War super. Natürlich zahl ich das zurück. Wenn ich es kann. Ich habe aber aus dem Nichts eine Mahnung bekommen mit angedrohtem Inkasso-Bescheid. Das war absolut alsch vom Amt und hat sich zum Glück heute geklärt. Dass man bei so einem Brief mal geschockt ist, darf ja wohl sein!
      Ab und an geht mir die Düse, weil nichts klappt. Ist doch normal. Andere jammern zuHause, ich habe das hier gemacht. Schmeckt’s dir nicht – Pech!
      Ich glaube, Rose und ich sind alles andere als Jammerlappen, mein Guter. WIr werden schon überzeugen, vielen Dank.
      Wir beschimpfen nicht alle, die erfolgreicher sind als wir. So ein Blödsinn. Au Mann, das zu lesen, tut ja fast weh!

  18. Lieber XA,

    lies dir deinen Eintrag lieber noch einmal durch, bevor du behauptest, dein Studium wäre erfolgreich gewesen….

  19. Du bist einfach hässlich Rose. Und dumm. Deshalb findest du keinen Job. Ganz einfach. Wer will schon so ne maulende Kuh haben.

    • Du bist ja ein Hering. Pfff, will man dir glatt die Schuppen abziehen. Also: ein wenig intelligenter bitte. Oder mit einer besseren Begründung. So verewigst Du Dich als kümmerliche Existenz.

  20. Ach Gottchen. Fritz aus Sachen, Du bist ja auch ein ganz Netter. Ich denke dahinter steckt sowieso jemand, der mir mal so richtig zeigen wollte wo der Hammer hängt.

    Findet Ihr es nicht arm, unter dem Deckmantel der Anonymität Leute persönlich zu beleidigen?

    Das zeugt von wahrer Größe.

  21. @ Fritzchen aus Dunkeldeutschland

    Ich kann kaum aufhören Applaus zu klatschen. Ich muss mich förmlich zwingen dir kurzzeitig nicht mehr zu zujubeln, damit ich diese Zeilen zu verfassen kann.

    Lange habe ich nicht mehr solch tiefe, emotional aufwühlende Worte gelesen, wie von dir.

    Diese Poesie.

    Diese Leidenschaft.

    Dieses Feingefühl im stilistischen Zusammenspiel von konstruktiver Aussage und beißender Kritik.

    Diese unendliche Begeisterung für die eigene Sache so mutig einzutreten.

    Ich wünschte, ich würde einmal so ein charakterstarker Mann wie du werden.
    Einer, der sich nicht verstecken muss, um seine Meinung zu sagen.
    Einer, der den Mut hat einen Punkt zu setzen, wenn man eigentlich eine Frage stellt.
    Einer, der einfach genauso lobotomiert ist wie du.

    Du bist mein Held.

    Und wenn ich Bild von dir hätte würde ich es mir als Poster hinter mein Klo hängen.

    Meine Verehrung!!!

  22. Dieser Text rockt und groovt und sollte gedruckt werden.
    Solche eloquenten Tiraden – da fallen mir große Vorbilder ein.
    Tucho, Gernhardt,
    nein, das find ich nicht übertrieben.

    Wann brüllts einer denn heute nochmal raus? Viel zu selten.

  23. Haha, du bewirbst dich noch? Wart mal ab, wenn die AA-Agentur dir die ersten Vorschläge zuschickt.

    Bimmelbude
    MML
    etc.

    Deinen Zorn auf die Cafe-Latte-Mac-Riesenkopferhörer-ich-will-in-die-Medien-StudentInnen kann ich nachvollziehen,

    ABER

    erinner ich mich doch zu gut an die arroganten Weibsen in sogenannten Elite-Werbeagenturen.

    Hach, die Gabi, hach nur vom Feinsten, hach, ein Happening.

    Hehe, zumindest gehen die Medienmänner und Frauen gemeinsam unter oder werden Dozenten an privaten Medienagenturen, die mit ihrem Auswurf den Arbeitsmarkt weiter abfüllen.

    So, ich bin nen bisschen busy, muß noch zum Arge-Meeting, ciao ciao

    • Die Arbeitsagentur verschickt doch nur im Traum Stellenangebote. Zumindest hier in Köln. Seit dem Tag der Weiterbildung bis heute, neun Monate, kein Angebot. Keins. Nicht eins. Alle 122 Bewerbungen auf Stellen die ich selber selektiert habe. In 12 Wochen. Aber es gibt much more evil auf der Welt. Meine Stellen kann ich mir auch schön selber suchen, da habe ich kein Problem mit. Ich verstehe auch Grundsätzliche Regeln der ARGE – was sich mir aber entzieht sind der Zirkus um sog. „Kann-Leistungen“ – wie die Übernahme von Bewerbungskosten. Mal ja. Mal nein. Aber what shells, ich halte das alles gering, verlange von der ARGE eigentlich nix, schreibe das dreifache der Pflicht-Bewerbungen und habe im Durchschnitt drei Gespräche pro Monat. Das richtige wird kommen.

      Ach da fällt mir ein, die haben mir einmal was geschickt. Auf das hatte ich mich schon längt beworben. Man ist halt auch noch schneller als die.

      • Man munkelt, daß man selbst für email-bewerbungen bewerbungskosten erstattet bekommt, allerdings nur begrenzt. 3 Gespräche im Monat? Ha, ein Frischling.

        Hier noch nen Link zum weiterauskotzen und informieren

        chefduzen.de

      • Wie gesagt. Ist ne „Kann-Leistung“. Und bei mir kann meine Fallmanagerin nicht. Warum auch immer.

  24. Ich habe mich nur dem Niveau dieses Blogs angepasst. Wer nur dümmliches und aggressives Zeug schreibt darf nicht auf kluge und lobende Kommentare hoffen. Viel Spaß noch in der Unterschicht!

  25. Fritz aus Sachsen. Sachsen liegt nicht in Düsseldorf. Du bist doch sicher eines von diesen elenden arroganten BWL Consulting Häschen, die meinen sie sind die Macher. Die Art und Weise wie Du hier Kommentare ablädst, zeugt von absolut schlechter Kinderstube.

    Die Tatsachen (Ungleichheit Arbeits- und Bildungmarkt) sind leider bewiesen. Die habe ich mir nicht ausgedacht. Deine Häme ist zum Erbrechen.

    Vielleicht sollte man mal Deinem Chef erzählen, womit Du Dir so die Arbeitszeit vertreibst. Dann wird bei Euch im Laden ja bald ne Stelle frei.

    Hast immer noch nicht verstanden worum es hier geht, oder?

    Darf man in diesem Land voller Arroganten Säcken nicht mal einfach Wut haben? Bist Du noch nie wütend gewesen? Oder ziemt sich das für so einen hoch studierten Typ für Dich nicht?

    Was bist Du für eine arme Wurst, die sich hinter gefakten E-Mail Adresse versteckt um Leute offen zu beleidigen?

    Ich habe DICH PERSÖNLICH JA VIELLEICHT GAR NICHT GEMEINT ABER DU ZIEHST DIR DEN SCHUH JA GANZ SCHÖN AN.

    Steht Dir gut. Und wie gesagt. Düsseldorf ist nicht in Sachsen.

    Das Niveau von diesem Blog. Nur weil man mal seine Meinung sagt. Dieses Land ist so ein Land voller Duckmäuser. Alle kriechen immer nur und die Herren in Anzug und Krawatte denken, sie sind die Oberschicht. Dabei seid ihr im tiefsten Herzen arme Wichte. Weil ihr keine Werte mehr habt.

    Schämt Euch.

    Keine Werte.

    Keine Anstand.

    Menschen wie Du, kotzen mich an. Es geht hier nicht um Neid oder Missgunst , ich kann mir auch vorstellen mal nen Mercedes zu fahren. Das ist alles kein Problem. Wenn die Einstellung stimmt.

    Menschen wie Du, die einfach denken, sie sind was besseres.

    Dabei sind alles nur Menschen. Hier. Drüben. Auf der ganzen Welt.

    Mensche wie Du, sind Ärsche. Menschen wie Du, die Sachen schreiben wie „Viel Spaß in der Unterschicht“ sind ganz arme Würstchen.

    Vielleicht dick Kohle auf dem Konto und ne Visa Karte in drei Farben. Aber keine Normen und Werte. Nichts schönes tragt ihr in Euch. Ihr seid leere Nummern. Ihr seid nur eine Hülle. Mit falschen Idealen. Keiner Kinderstube.

    Euch sollte man mal wieder wie in guten alten Antifa Zeiten die Bonzen Karren anzünden. Vielleicht kehrt dann ein Umdenken ein.

    Und wie gesagt, die Tatsache das Du mich hier persönlich beileidigst, ist das letzte.

    Das ist so arm.

    Du kleiner armer Mensch, der sich im Deckmantel der Anonymität suhlt.

    Ps.: Ich habe gut und gerne Lust den Namen der Firma hier zu veröffentlichen, über die Du ins Netz gehst. Ist ein ganz großer Fisch. Wie blöd kann man eigentlich sein, wenn man denkt es reicht ne falshe E-Mail Adresse anzugeben?

  26. Fritz aus Sachsen. Jetzt ist es aber genug. Wir leben in einem freien Land. Da darf jeder seine Meinung sagen. Das gibt Dir aber nicht das Recht die Autorinnen hier zu beschimpfen.

    Was Du machst, ist wirklich arm.

    Ich kann nur den Kopf schütteln. Und so jemand wie Du, mit so einer Ethik, hat Arbeit. Ist ja schrecklich. Wie gehst Du mit Deinen Kollegen um? Was erlaubt es Dir über andere zu urteilen? Weil Du vielleicht so einer dumpfer Berater bist, der hier angekreidet wird? Ist das vielleicht das Problem? Gehörst Du zu dieser Unkreativen Elite, welche den ganzen Bereich in den Dreck zerrt? Praktikanten ausbeutet? Sich für sein BWL-Studium selbst feiert?

    Das ist wirklich traurig.

    Ich kann die Wut und die Resignation einer Frau, die fast 30 ist und nach Jahren voller Arbeit nix findet, weil der Markt spinnt, verstehen.

    Wie kannst Du jemandem, der so eleoquent und hammerhart formuliert nur unterstellen, sie sei dumm? Das die Autorin nicht dumm ist sieht man ja wohl an der abwechslungsreichen Schreibe.

    Ich glaube, das Lager der PRler ist wohl echt in zwei Lager zu trennen. Kreative mit Herzblut und Verstand und Arschlöcher die es wagen, Frauen als dumm und hässlich zu beschimpfen nur weil sie mal die Meinung sagen.

    Das Projekt der beiden ist sehr, sehr mutig. In diesem Land halten alle immer nur die Klappe. Das war immer schon so ein Problem. Das ist sehr schade.

    Und klar, der Text ist wirklich stellenweise sehr böse, aber vielleicht sollte man aus dem Blickwinkel der kreativen Schreibe sehen. Das ist ja schon eher ein Manifest. Das ist Meinung pur. Und das ist sehr guter, direkter Sprache.

    Man kann die Wut fühlen.

    Wer so Gefühle transportieren kann, nur mit Wörtern, ist nicht dumm. Die Sprache ist wirklich lebendig. Das ist sehr, sehr gut.

    Fritz aus Sachen ist ein dummer Hund, der meint er müsse sich hier rumtreiben und die Autorin beschimpfen. Ich les den Blog eigentlich gern und nehme das nicht so ernst, aber die Beschimpfungen jetzt gehen zu weit.

    Ich denke, die Autorin hat Talent zur Schreibe. Das steht nicht in Frage. Oder meinst Du, Fritz aus Sachsen, Du bist der Herr über diese Entscheidung? Ich habe keine Ahnung, was Dich dazu treibt Dich hier zu auszulassen. Anscheinend fühlst Du Dich ja vom Text angemacht. Und von wegen Niveau: Dieser Blog ist sehr abwechselnd. Tolle Geschichten. Die man gerne liest. Gute Schreibe. Was willst Du denn mehr?

    Das was Du hier abziehst, das macht man nicht.

    Das gehört sich nicht.

    Und ja, Mädels, veröffentlicht die Firma von „Fritz aus Sachsen“. Das wird ein Gaudi.

    • Naja, ich glaube F. aus S. stellt sich hier selber gerade genug blos, da brauch man den seinen Brötchengeber nicht gleich in Kollektivhaft nehmen.

  27. Leute, back to the roots. Veröffentlicht doch noch einen Erfahrungsbericht. Ist lustiger als das hier im Moment.

  28. Ach welch Doppelmoral: Ihr müsst euch doch nicht wundern, wenn ihr pauschal irgendwelche Gruppen entweder als Nazis oder Penner bezeichnet. Wenn ihr so eure Wut rauslassen wollt, meinetwegen. Aber dann kommt bestimmt der ein oder andere, der sich angesprochen fühlt und genau wie ihr dann nicht auf Nettigkeiten und Sachlichkeiten besteht, sondern munter in das gleiche Horn hineinschlägt. Aber dann is das ganze natürlich gemein und es wird unterstellt, es mangelt an Ethik / Moral / Sitten / Werte, was auch immer. Wenn ich mir die Texte in den Blog aber anschauen, dann sehe ich eher, dass es dort – neben anderen Sachen – auch genau daran mangelt.

  29. Lieber Xa,

    die beiden berichten hier über Tatsachen. Einen Misstand in der Bundesrepublik. Sicherlich, es gibt auch Menschen die in dem Bereich arbeiten oder Studenten die NICHT von den beiden gemeint sind.

    Der Zustand der Gesellschaft aktuell ist aber ziemlich wackelig. Der Jugend droht Arbeitslosigkeit durch die Krise, die Krise (die angebliche) ermöglicht noch mehr Firmen abartige Anstellungsverhältnise zu legetemieren.

    Es ist auch kein Geheimnis, dass Menschen die sich NICHT auf Staatskosten ausruhen wollen vom Staat aber bei der Aufnahme von Arbeit durch diverse Hürden wieder gebremst werden.

    Außerdem sollte man den Aspekt der Bildsprache bei diesem Text mal mit in die Bewertung ziehen. Die gewählten Beispiele Rechtschreibenazis (und ja, es gibt sie und es ist Quatsch, wer ein Komma richtig setzt hat nicht unbedingt das Talent zum Geschichten erzählen) oder Mercedes Fahrer stehen sicherlich nur als Methapher für einen akuten schlimmen Gesamtzustand einer Gesellschaft die nach unten tritt.

    Das ist ein Problem das auch in anderen Medien besprochen wird.

    Das denken die sich hier nicht aus.

    Die Ärsche seid ihr. Nicht die.

  30. Hihi, schöner Text, stimmt schon.
    Bin auch Student (an einer FH). Wir sind zu 90 Prozent Leute, die aus Jobs kommen (is normal bei technischen Studiengängen). Naja, vorher hab ich mal was anderes studiert, Geisteswissenschaften und da hatte ich auch diese ganzen Leute, die direkt von de Schule kamen, große Klappe, wollten was mit Medien machen usw.
    Ich kenn‘ das.

  31. Deine Fallmanagerin ist halt eine befristet Eingestellte mit kurzem Einführungslehrgang, die Angst hat, sie wird entlassen, bzw. ihr Vertrag nicht verlängert, wenn sie nicht genügend Kosten einspart.
    Das ganze Hartz4-System (wo Du ja noch nicht drin bist, wenn ich das verstanden habe) ist ein perfides System der sozialen Kontrolle und der Kostenersparnis. Es dient damit zur Disziplinierung der Arbeitslosen sowie der Arbeitenden, welche Angst vor dem sozialen Absturz haben sollen. Gleichzeitig wird das Personal, dass man dazu einsetzt, in unsicheren Verhältnissen gehalten, damit es nicht aufbegehrt und auf jeden Fall den Interessen der Agentur dient.

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