Bräsige Bloggerei an feuchtwarmen Sommertagen. Gespräch again

Potzblitz, manchmal geht es doch schnell. Ich so gestern so Bewerbung verschickt. Ich habe jetzt ’ne Sommerferiensimulationsversion von Bewerbungen rausgehauen. Ich habe da einen optimalen Standard für ein Anschreiben. Hallo, ich supi, sie supi, wir zusammen super optimal – kennenlernen?

Lustigerweise bekomme ich für diese Sommerschlampenversion meiner High-End-PDF-Unterlagen durchschnittlich das schnellste und beste Feedback. Nachdem ich vor vier Wochen von individuellem „Blah Bah, ich kann dies so toll, weil Sie das wollen und Sie werden es lieben und außerdem haben Sie so sexy super Kunden“ auf „Hallo, ich supi, Sie supi, wir zusammen super optimal – kennenlernen?“ umgestiegen bin, klappt mehr bei weniger Arbeit.

Gestern habe ich dann von der Hitze geschwängert meinen Optimal-Standard-Begrüßungs-Reigen an so vier Adressen rausgehauen. Ohne indivuelles Anschreiben. Einfach nur das PDF ran und raus. Tschüss. Aus die Maus. Die Beine hoch und abwarten. Schließlich ist mein PDF mit Lebenslauf und Zeugnissen gepaart mit Textproben und Personalien total super.  High Class, sagte auch die Personalerin in der letzten Woche beim Gespräch.

Dann überschlug sich gestern das Universum kurz. Zack. Ich hatte die eine Mail gerade raus, da kam die Antwort. Hallo, super Unterlagen, rufen Sie doch mal schnell bei uns an, wir wollen Sie sehen. Ich angerufen, die ganz überrascht „das alles so schnell ging“. Ja, Sie sind ja auf  Zack. Ja, bin ich aber auf  Zack.

Donnerstag also Gespräch Nummer Zehn. Holla die Waldfee. Wir kommen in den Bereich der magischen zehn Gespräche. Jetzt wird es ernst. Aber egal, ich hab‘ Sommerferiensimmulation, ich kann inzwischen perfekt Gespräche führen. Ich mach‘ mich nicht ulle. Am Donnerstag fahre ich easy peasy nach Düsseldorf und erzähle denen etwas von Kreativität,  absolut sicherem Texten, meiner Liebe zu Organisation. I am in love with stress.

Sommerferiensimulation wieder an. Alle möglichen Stellen sind beschickt, ein Gespräch noch diese Woche. Was will man mehr? Die Welt kann doch nett sein, auch mit feuchtwarmen Temperaturen in stinkenden Großstädten.

Herrlisch. Isch hab Geschpräsch!

© Rose

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11 Kommentare zu “Bräsige Bloggerei an feuchtwarmen Sommertagen. Gespräch again

  1. Ihr solltet dringend etwas an eurer Rechtschreibung tun. Dieser Text strotzt vor Fehlern. Und ihr wollt in der schreibenden Zunft arbeiten??? Ich glaube, der Grund, warum das nicht klappt, liegt auf der Hand. Tsts.

  2. Haha, das liegt also auf der Hand. Jeder macht mal ein paar Fehler und wenn man schreibt, dann geht man da mit dem Herz ran und nicht mit dem Duden. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Was bringt es, wenn man perfekte Grammatik drauf hat, aber nicht in der Lage ist einen lebendigen und guten Text zu schreiben? Nix. Ich schreibe seit über 14 Jahren, habe schon nen Literaturpreis gewonnen und ein Buch veröffentlicht. Kann also so scheiße nicht sein. Schon mal was von Lektorat gehört? Voll super Sache. Ich finde das immer ganz toll, wenn so Schlaumeier davon ausgehen, perfektes Komma setzen und ne eins in Deutsch sei der Beweis dafür man könne schreiben.

    Dem ist nicht so.

    Fragt mal Lektoren bei Verlagen. Und so weiter.

    Besserwisser.

    Ich hab noch nie bei nem Bewerbungsgespräch ein Diktat machen müssen. Und noch was: ICH ARBEITE SEIT 1996 IN DER SCHREIBENDEN ZUNFT.

  3. es geht beim schreiben wirklich nicht primär um grammatik und rechtschreibung. da geht es wirklich ums schreiben können. und wo sind denn die fehler in dem text? ich finde es immer ziemlich doof wenn leute hier – das ist schon das zweite oder dritte mal – anonym die beiden anbellen. dann lest es nicht. wenn es euch nicht gefällt. deutschland ist ein mecker land. das ist fürchterlich.

  4. Es ist absolut typisch für Deutschland: Ich beherrsche Kommaregeln und Ortographie, also bin ich ein guter Schreiberling.

    Sicher, Digger.

    Schreiben (im Sinne der Kunst) kommt sicher nicht von Rechtschreibung.

    Klingt mir hier ganz nach überheblichem Studententum. Anstatt hier einen auf Konrad D. zu machen solltet ihr Autofahren lernen, Kinder. Der Taxischein kommt nicht von allein.

  5. Ihr seid echt prima. Sofort die Freunde zusammen gertrommelt, weil es hier mal jemand wagt, Kritik einzubringen. Wie kann man nur so selbstverliebt sein? Wenn ihr doch so erfolgreich seid (sogar ein Buch, toll), wieso dann dieser Blog? Sind „die anderen“ schuld. Schon klar.

    • Freundchen, mich trommelt man nicht zusammen. Ich bin durchaus fähig meine Entscheidungen alleine zu treffen. Deine kellergebrauten Verschwörungstheorien greifen hier also nicht.
      Und wieso regst du dich darüber auf, dass Leute (wie ich) hier Kritik an Lordis Nullhirntolleranz-Text äußern, wo du Kritik doch so verteidigst? Oder darf man etwa keine Kritik an der Kritik äußern?
      Sinn verfehlt! Setzen! Sechs!

  6. Ich habe diesen comment zwar freigegeben, aber eigentlich hätte ich eine „Diskussion“, die so läuft, gerne abgehakt. Ich denke Lordirocker, du hast dir damit selbst ins Knie geschossen. Wenn dir nicht gefällt, was und wie hier etwas steht: so be it. Ich habe keine Lust hier Streitereien hin und her zu posten, ok?

  7. Ich warte immer noch auf die Fehler im Text. Und wo steht, dass ein paar Fehler nicht menschlich sind? Internet, Du altes Luder. Kritik ist okay, aber dieses rumgereite auf Rechtschreibung ist so ein Ding. Es geht mir persönlich vor allem um gute Geschichten. Gute Texte mit guten Geschichten. Da ist es am Anfang mal ziemlich egal, ob da ein Komma fehlt. Oder nicht. Es geht darum, mit Wörtern Geschichten zu transportieren. Nicht um die korrekte Schreibweise nach Duden und Rechtschschreibung. Viele, vorallem Studenten, ruhen sich auf einem Theoriemonster aus – das ist unfassbar. Und ach ja, wenn man ein Buch geschafft hat, dann ist das nichts wovon man in Saus und Braus leben kann. Das ist auch so ein Irrglaube da draußen. Und es geht hier auch nicht um selbstverliebtheit. Es geht um einen Text, der zwischen Tür und Angel in einen Blog gehauen wurde. Ein Blog in dem es um den Alltag in Sachen Arbeitssuche geht. Ich glaube, einige haben hier immer noch nicht gerafft haben, dass wir beide schon a) etwas älter sind und b) beide schon gearbeitet haben. Wir sind keine Oooopsi Poooopsi frische Uniabgänger die nicht wissen wie die Uhr tickt. Nenn mir einen, der es schafft nach zig Rechtschreibereformen alles komplett richtig macht. Und zeig mir einen Arbeitgeber der einem wegen zwei, drei Fehlern in einem Text keinen Job gibt.

    Kreativität kann man im übrigen aucht nicht nach Schema F studieren. Entweder man hat, oder man hat nicht. Und was das Thema Freunde zusammentrommeln angeht:

    Wir haben wenigstens welche.

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