Sommerloch, komm ich spring jetzt einfach in Dich rein.

So, Dienstag. Aber ein Dienstag mit einer leichten Mittwochschlunzerei. Nachdem ich vor einigen Stunden, einen Tag vorher oder so, beschlossen hatte: Ich mach jetzt einfach auch Sommerpause, bringt gerade eh nix; widme ich mich der Muse, schreibe ein paar Kurzgeschichten und widme mich der Literatur, die man gelesen haben sollte, also nachdem ich das beschlossen hatte, da ging es mir gleich besser. Geblendet von so viel plötzlicher Freizeit schmeiß ich den Satzbau über den Haufen.

Trotzdem kurz für das Gewissen den Stellenmarkt gecheckt. Leichteste Übung. 14 Minuten, sechs Stellenbörsen, drei Suchmaschinen, soziale Arbeitsnetzwerke, Foren. Nöschte. Was also tun? Durchatmen. Einfach nur atmen. Wir atmen ein und wir atmen aus.

Überlege, ob ich noch eine weitere Projektidee umsetze, so ’ne Art Hotel- und Restaurantbewertungsbloggeschichte. Ich häng‘ an den Wochnenden immer in so lustigen Gegenden rum. Ich will dem vergessenen Landgasthof wieder Gehör verschaffen. Ja, vielleicht noch sowas. Ich mach mich jetzt nicht mehr verrückt. Der Job wird kommen. Es ist jetzt der vierte Monat in Sachen Arbeitssuche seit der Ausbildung und seit dem dem Beschluss: Ich bild mich weiter, ich mach ein Zertifikat nach zehn Jahren Journalismus und PR in allen Facetten; es ist noch kein Jahr vergangen. Ich bin für die Suche nach dem Job meines Lebens noch voll gut in der Zeit.

Wie ein Mantra höre ich immer die Worte meiner guten Fee aus Belgien: Erst ab zehn Gesprächen wird es ernst. Bis dahin sind es noch zwei. Da die Personalvermittlung ja zwei Stellen hat, bin ich ja gleichzeitig in zwei Phasen. Vielleicht geht es dann endlich richtig los. Nur dafür muss der richtige Job noch in eine Anzeige geschubst werden.

Sonst im Westen nichts Neues. Haben ja jetzt auch diesen Twitter Account, aber what the hell? Weder Simone noch ich blicken wirklich den Sinn dieses neuen Dings. Aber es ist der Hit. Alle Twittern Schwachsinn.

Ach ja, als ich heute einen guten Freund besuchte, der auch am Rande des Sommerlochs eine TV-Redaktion hütet, legte er mir einen Artikel vor. Bild. Die Geschichte über den Mann, den das Amt zu blöde hält, Gärtner zu lernen. Ein lernbehinderter junger Mann, der mit eigener Kraft den Hauptschulsabschluss gemacht hat. Alleine das ist so bewundernswert. Aber das Arbeitsamt sagt er ist zu blöd, um Gärner zu werden.

Da rauft man sich die Haare. Am Rande des Sommerlochs. Was geht sonst noch so, mit ohne Stellenmarkt? Oooch ja, üben für die Michael Jackson Beat it Flashmob in Köln. Inspiriert durch eine schwedische Gruppe, die spontan mit hunderten von Menschen die Choreografie von Beat it in Stockholm tanzt

Ganz großartig. Die ganze Aktion, dann die Bilder über das World Wide Web zu verteilen und am Ende einfach alle Städte der Welt aufzufordern, es ihnen gleich zu tun. Ich liebe die verrückte Welt des Internetzers. Anhand dieser Nummer kann es sogar plötzlich irgendwie Sinn machen. Daher habe ich mal Kontakt zu der Kölnerin gesucht, die nun an der Kölner Aktion arbeitet. Die Dame ist 22 Jahre alt und tanzt auch privat. Noch sucht sie Unterstützung eines kleinen Soundverleihers, der irgendwie den Sound stellt für die Aktion.

Daher hier auch mal der Link zur Myspace Seite der jungen Dame:

http://www.myspace.com/flashmob-cologne

Ja, damit verbring ich also gerade meine Zeit. Sommerloch reinstarren, Bildartikel lesen, Ideenwüsten durchwandern. Zu Beat it tanzen. Und dann halt am Donnerstag Vorstellungsgespräch. Einfach keine Panik. Wird schon werden.

Bin doch nicht blöd!

© Rose

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