Link. Der schmale Grat zwischen gut und böse

Wahrscheinlich kennen den Artikel schon viele, ich poste ihn aber dennoch mal:

Spiegelartikel über Bewerbungsabsagen

Passend dazu mal zwei Beispiele. Von einer Leserin bekamen wir folgende mail mit einer mal positiven Absage:

Sehr geehrte Frau XXX,

über 50 Bewerbungen sind auf das von uns ausgeschriebene PR-Volontariat eingegangen. Die Auswahl und Gewichtung war nicht leicht und musste doch getroffen werden.

Wenn Sie nun Ihre Bewerbungsunterlagen wieder in der Hand halten, soll Sie das nicht entmutigen, weiter nach Möglichkeiten für ein berufliches Engagement im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu suchen. Alle Bewerbungen, die wir erhalten haben, zeichneten sich durch ein hohes Maß an Qualifikation und Erfahrung aus, die auch im Rahmen einer Volontariatsstelle unerlässlich sind.

Wenn Sie möchten, geben wir Ihnen gerne ein telefonisches Feedback zu Ihrer Bewerbung – rufen Sie mich doch einfach an den kommenden Tagen an.

Mit Dank für Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Hause wünschen wir Ihnen viel Erfolg für Ihren weiteren Berufsweg und verbleiben

mit freundlichem Gruß

Das tut doch mal gut. Endlich mal nicht das Gefühl haben, dass man nur vom Tisch weg gearbeitet wurde. Allein das Angebot, nachfragen zu können, woran es letztendlichlag, rührt ja fast zu Tränen. So eine mail habe ich bis dato selbst nur ein einziges Mal bekommen (ich habe ca. 90 Bewerbungen geschickt).

Ein Gegenbeispiel habe ich allerdings auch parat. Die mieseste Absage meines Lebens. Es war aber auch eines der schlimmsten Gespräche, die ich je erlebt habe. Dazu werde ich mal einen gesonderten Beitrag posten. Hier nun, tätätätäää, ein Beispiel, wie man es bitte nicht machen sollte:

da ich mir vorstellen kann, dass Sie jeden Tag auf eine Mail oder einen Anruf von uns warten, will ich Sie nicht länger auf die Folter spannen. Leider habe ich keine gute Nachricht für Sie. Wir haben zwar noch keinen geeigneten Kandidaten für das Volontariat gefunden, uns aber nach Sichtung der ersten Bewerbungen gegen Sie entschieden.

Ich hoffe Sie sind nicht all zu sehr enttäuscht. Ich bin mir sicher, dass Sie schon bald eine geeignete Position im PR-Bereich finden werden.

Wir haben zwar noch niemanden gefunden, Sie wollen wir aber auf keinen Fall. Besser keinen als dich. Peng! Das hat gesessen. Da läuft es einem doch kalt den Rücken runter, oder? Es kann nicht immer passen. Das nächste Mal muss ich vielleicht ehrlicher zu mir selbst sein und wenn es einfach von der Chemie nicht passt und ich ein unfutes Gefühl habe, muss ich schneller die Konsequenzen ziehen.

© Simone

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5 Kommentare zu “Link. Der schmale Grat zwischen gut und böse

  1. So eine nette Absage (die Zweite) habe ich auch bereits bekommen. Kann sie gerne zur Verfügung stellen 😉
    Macht enorm viel Spaß und motiviert ungemein!

  2. Wow, die zweite Absage finde ich mal echt daneben. Aber bei einer Firma (wie ich euch auch bereits per Mail mitgeteilt hatte) las sich ja aus der Absage auch bereits raus, dass man so gut wie jeden Bewerber ablehnt und unbedingt eine eierlegende Wollmilchsau haben will – und wenn die Suche Jahre dauert.

  3. ich kann mich nur persönlich darüber kaputt lachen was manche Unternehmen für Vorstellungen vertreten.

    Nach dem Abschluss in BWL und zahlreichen Ausbeuter-Praktika habe ich mich entschlossen eine Festanstellung anzupeilen und nach geschätzen 120 Bewerbungen und 15 Vorstellungsgesprächen, bin ich genau so weit wie vorher,…

    Die selbst hervorgerufene Krise der Unternehmen trägt Ihrerseits das übrige dazu bei die Sitation für Bewerber so unangenehem wie möglich zu gestalten.

    Aber wenn ein „neues“ Gesicht gesucht wird ein Unternehmen an die Wand zu fahren und dafür Millionen zu kassieren, dann gebe ich gerne meine Kontaktdaten frei.
    Anruf genügt!!!!

    ich gebe aber nicht auf und mache mich weiter auf die Suche nach dem goldenen Gral, auch wenn ich wahrscheinlich wieder bei nem Tonkrug lande!

    • Hej,

      das zeigt ja wieder einmal: 150 Bewerbungen und etliche Gespräche sind kein Einzelfall. Ich finde das alles nur noch seltsam. Mir fehlen eigentlich die Worte. Aber ich wünsch Dir viel Glück auf der weiteren Jobsuche!

      Rose

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