Es war einmal. Ein Job.

Ich habe mal in einer Funky Agentur einen Job bekommen,  den ich gar nicht wollte aber brauchte. Die Miete wollte bezahlt werden. Ich bewarb mich also auf jene Stelle.  Es war Frühling und ich noch immmer im Rausch des SZ-Blogstipendiums. Ich schrieb eine nicht so coole Bewerbung und fuhr gänzlich unvorbereitet in jene Agentur. Ganz schicki, mit ganz viel tollen Jobs für die Glitzer Welt des Fernsehen. Ich führe ein Gespräch mit allen vier Geschäftsführern und bekam allen Regeln zum Trotz diesen Job. Office Management.  Obwohl ich erst nicht wollte, wollte ich dann doch. Anfang vom Ende.

Ich fing dort an und man dealte mit mir, ich solle direkt anfangen und würde dann noch einmal Urlaub machen, da ich noch zusammen mit Nilz Bokelberg und Roman Libbertz sowie MC Winkel und Dr. Sno auf eine Lesereise musste. Nachwehen der Blogauszeichnung im Winter.

Ich machte meinen Job soweit so gut und die ersten Probleme kamen innerlich auf, als ich dort jeden Tag zum Mittagessen mit allen an einen Tisch musste. Irgendwie netter Gedanke aber Sektenlike in der Ausführung. Danach gingen alle immer Käffchen mit Milchschäumchen oben drauf trinken. Ich nicht, hatte ich das Geld nicht für.

Es passierten allerhand kuriose Dinge, so wie die Sache mit den Grafikern die dort bis 22 Uhr arbeiteten, aber es so toll fanden, weil es sei wie eine Familie. Sie liefen auf Socken herum, sammelten Spielzeuge, sahen aber ihre Familien nie. Eines Tages sollte ich ein Babytragetuch in Farben der Agentur kaufen, so als Geschenk zur Geburt. CD/CI durch Mark und Bein, so muss das sein.

Es gingen zwei Monate dahin, ich wollte nicht mit denen eines werden, egal wie ich wollte, ich arbeitete stellenweise Analog (gehe in ein Geschäft und suche so ein Babytuch, war ja noch nie schwanger und co) und denke mir nichts böses beim Verweigern der Kaffeenummer nach dem gemeinsamen Mittagessen.

Es war der 2.Mai an dem man mich kündigte. Ich war leicht verkatert vom ersten Mai und man warf mir vor, ich passe nicht ins Team. Nach dem Mittagessen käm ich ja nie mit, außerdem sei es unheimlich dumm von mir gewesen dieses Babytuch „in Echt“ zu suchen. So was macht man heute alles im Internet. Außerdem hatte ich ein Postpaket im Flur stehen lassen, als Kunden kamen.

Ich weinte tatsächlich vor allen vier Geschäftsführern und weil es so ein warmer Tag war bekam ich keine Luft mehr. Außerdem war ich gerade auch noch umgezogen und nun dachte ich mir: So eine scheiße! Da sagte einer von den Agenturheinis „Hast Du solche Probleme öfters?“.

Hey Ihr Medienschweine, ihr habt mich gekündigt wegen nem Paket auf dem Flur und weil ich mich totgerannt habe wegen Eurem Tragetuch in CD/CI Farben. Ich wurde per Bote gekündigt, erhielt aber aus Mitleid noch zwei Gehälter.

©Rose

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